Streckenbeschreibung

Zentraler als der Hockenheimring kann eine europäische Rennstrecke wohl kaum liegen, denn der deutsche Traditionskurs befindet sich im nördlichen Baden-Württemberg genau dort, wo sich die Autobahnen A5, A6 und A61 treffen und ist deshalb ohne langwierige Fahrten über Landstraßen aus allen Himmelsrichtungen bequem zu erreichen. Bereits seit 1932 finden in Hockenheim Motorsportveranstaltungen aller Art statt und nicht zuletzt die Formel 1-Weltmeisterschaft hat die nur etwa 22.000 Einwohner zählende Stadt mit dem Großen Preis von Deutschland weltweit bekannt gemacht.

In seiner Konzeption und Bauweise wohl weltweit einzigartig ist das im Mai 1966 eingeweihte Motodrom, welches den Piloten eine ganz besondere Stadion-Atmosphäre vermittelt, wenn sie nach Durchfahren der Nordkurve, der Parabolica sowie der Spitzkehre vorbei an der Mercedes-Tribüne aus einer der 4,574 km langen Runden durch die Sachs- und die Opelkurve zurück in Richtung Start und Ziel fahren. Der Charakter des Hockenheimrings hat sich jedoch durch zahlreiche Umbauten immer wieder geändert. Aus dem ursprünglichen Dreieckskurs wurde durch Einbindung der Ostkurve der bis 2001 weitgehend unveränderte Streckenverlauf, der bereits vor dem zweiten Weltkrieg als „Kurpfalzring“ mit einem vorbildlichen Sicherheitskonzept überzeugte.

Der drastischste Umbau fand jedoch ab dem Frühjahr 2002 statt, als der Bereich zu und von der Ostkurve komplett abgeschnitten und die Strecke um etwa zwei Kilometer auf ihr gegenwärtiges Maß verkürzt wurde. Die legendären Windschatten-Duelle auf den langen Waldgeraden gehörten damit der Vergangenheit an und Hockenheim musste sein „Prädikat“ als Hochgeschwindigkeitskurs an das italienische Monza abgeben. Eine Alternative zum Grand Prix-Kurs ist bis heute die nur 2,604 km lange Kurzanbindung, welche aber seit einigen Jahren von internationalen Rennserien praktisch gar nicht mehr genutzt wird sondern als fahrerlagernaher Parkplatz Verwendung findet.

Von Beginn an hat der Hockenheimring jedes Jahr einen festen Platz im Rennkalender des ADAC Masters Weekend. Bereits 2008 trugen die GT-Sportwagen dort im Rahmen der DTM erstmals ihr Finale aus, bevor die Saison für das Veranstaltungspaket 2009 und 2010 vorübergehend in Oschersleben endete. Seit 2011 werden die Meister der ADAC-Serien jedoch wieder in Hockenheim feierlich geehrt.

http://www.hockenheimring.net