Streckenbeschreibung

Die Rennstrecke von Zandvoort liegt etwa 30 Kilometer westlich von Amsterdam unmittelbar hinter den Dünen der holländischen Nordsee. Auch wenn der aktuell 4,307 km lange Kurs schon mehrfach umgebaut wurde, so strahlt er doch immer noch die Faszination vergangener Tage aus, als zwischen 1952 und 1985 die Formel 1 dort mit wenigen Unterbrechungen jährlich den Großen Preis der Niederlande austrug.

Zandvoort gilt als eine absolute Fahrerstrecke, denn die neun Links- und vier Rechtskurven sind fast ausnahmslos recht flüssig zu fahren und verlangen den Piloten zu jedem Zeitpunkt Können, Mut und volle Konzentration ab. Hinzu kommt, dass der sehr raue Asphalt grundsätzlich ein hohes Grip-Niveau bietet, welches sich allerdings von Runde zu Runde ändern kann, wenn der typische Seewind den feinen Dünensand auf die Strecke weht. Weithin bekannt sind die Namen der teilweise deutlich überhöhten Kurven wie der „Tarzanbocht“, einer 180-Grad-Rechtskehre am Ende der Start-Ziel-Geraden, oder der „Hugenholtzbocht“, der in einer tückischen Senke gelegenen Linkskurve auf der Rückseite des Fahrerlagers.

Ursprünglich einmal recht weit vom Ortskern des beliebten Touristenziels gelegen, ist die Wohnbebauung inzwischen bis unmittelbar an die Strecke herangerückt, was den Betreibern große Probleme in Sachen Lärmschutz bereitet. Nur an zwölf Tagen im Jahr dürfen im Circiut Park Zandvoort heute noch Rennen ausgetragen werden, welche das Geräusch-Limit von seriennahen Triebwerken übersteigen. Dies mag auch einer der Gründe gewesen sein, warum das ADAC Masters Weekend in der Saison 2013 nicht in Zandvoort gastierte. Nachdem jedoch die Deutschen Tourenwagen Masters (DTM) dem bei Teams und Fahrern fast durchweg sehr beliebten niederländischen Traditionskurs den Rücken gekehrt haben, kehren die Serien des Masters in 2014 nach einem Jahr Abstinenz wieder nach Zandvoort zurück.