Zandvoort

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Platz zwei für Fabian Schiller in der Regenschlacht von Zandvoort

Im dritten Lauf des ADAC Formel Masters holte Nico Menzel mit Rang fünf sein bisher bestes Saisonresultat


Siegburg (FWA) – Starkregen, orkanartige Windböen und Temperaturen im niedrigen, einstelligen Bereich – so
hatten sich die Piloten des Siegburger Teams Schiller Motorsport ihr erstes Auslandsgastspiel im niederländischen
Zandvoort bestimmt nicht vorgestellt. Die extremen Witterungsbedingungen forderten in den drei Wertungsläufen des ADAC Formel Masters auch zahlreiche Opfer, so dass am Ende nur ein zweiter Platz für Fabian Schiller aus
Troisdorf-Eschmar sowie Rang fünf für dessen Kelberger Teamkollegen Nico Menzel als zählbare Ergebnisse übrig
blieben. In der Fahrerwertung ist Schiller mit jetzt 47 Punkten um zwei Positionen auf Platz sechs zurückgefallen, Nico Menzel folgt mit acht Zählern auf Platz zwölf.

Dabei hatte das Rennwochenende für die Mannschaft um Teamchef Hardy Schiller noch durchaus positiv begonnen. Fabian Schiller stellte seinen Dallara-Volkswagen im Qualifying in 1:56,112 Minuten auf den dritten Startplatz, obwohl
dem Förderpilot der Deutsche Post Speed Academy in seiner schnellsten Runde ein kleiner Fahrfehler unterlief, der
ihn sicher einige Zehntelsekunden kostete. Auch Nico Menzel, der von der ADAC-Stiftung Sport unterstützt wird,
konnte mit seiner Zeit zufrieden sein und reihte sich als Achter im Mittelfeld ein.

Der erste Durchgang am Samstag dauerte für die Schiller-Piloten jedoch nur wenige Sekunden, denn bereits kurz
nach dem Start wurden sie in eine Massen-Kollision verwickelt, welche mehr als ein Drittel des Starterfeldes aus dem Rennen riss und auch die beiden 16-jährigen Nachwuchs-Rennfahrer zur Aufgabe zwang. Erst nachdem das Team bis in den späten Abend hinein beide Fahrzeuge wieder einsatzbereit gemacht hatte, konnte Fabian Schiller im zweiten Lauf am Sonntag Morgen beherzt angreifen. Der ADAC Nordrhein-Pilot fiel zwar am Start etwas zurück,
eroberte in den folgenden Runden jedoch den verlorenen Boden erfolgreich zurück und überquerte nach zwölf
Runden über den 4,307 km langen Dünenkurs als Zweiter die Ziellinie. Weniger Glück hatte Nico Menzel, der auf dem regennassen Asphalt in Runde sechs die Kontrolle über seinen Monoposto verlor und ins Kiesbett rutschte.

Aufgrund der reglementbedingt umgekehrten Startreihenfolge der ersten Acht musste Fabian Schiller von Platz
sieben in den dritten und letzten Lauf des Wochenendes gehen. Der Siegburger Schüler verteidigte zunächst seine
Position und begann dann wie schon am Samstag seine Aufholjagd. Zu Beginn der vierten Runde verpasste er jedoch
im Kampf um Platz fünf am Ende der langen Geraden den Bremspunkt und rutschte Seite an Seite mit seinem
Gegner in den weichen holländischen Kies, aus dem er sich nicht mehr befreien konnte. Nico Menzel kämpfte sich
währenddessen Position um Position nach vorne und durfte sich am Ende mit Platz fünf über sein bisher bestes
Ergebnis im ADAC Formel Masters freuen.

Fabian Schiller (# 9; Deutsche Post Speed Academy): „Zwei meiner drei Rennen in Zandvoort waren leider schnell
beendet. Bei dem Start-Crash in Lauf eins sind zum Glück alle unverletzt geblieben. Allerdings war mein Auto sehr
stark beschädigt. Kompliment an unsere Mechaniker, die alles wieder perfekt aufgebaut haben! Im dritten Rennen
habe ich etwas zu viel riskiert und rutschte in der ersten Kurve von der Strecke. Ich hatte wie zuvor gebremst,
allerdings blockierte meine Hinterachse, wodurch das Auto nicht genug verzögerte. Durch die beiden Ausfälle in
Zandvoort ist mein Rückstand in der Meisterschaft nun schon beträchtlich angewachsen. Deshalb werde ich auf dem Lausitzring alles daran setzen, so viele Punkte wie möglich zu sammeln und den Anschluss wieder herzustellen.“

Nico Menzel (# 10; ADAC-Stiftung Sport): „Das Rennwochenende in Zandvoort war sehr schwierig. Vor allem der
Regen und der extrem starke Wind machte uns Piloten zu schaffen. Das Zeittraining lief für mich relativ gut. Da ich als Rookie fast noch gar keine Erfahrung mit dem Auto im Regen sammeln konnte, war Startplatz acht okay! Das erste Rennen war für mich aufgrund des Massen-Crashs leider schon nach wenigen Metern zu Ende. Ich konnte zwar zunächst ausweichen, doch dann wurde ich am Heck getroffen und musste mein Fahrzeug abstellen. Im zweiten Lauf landete ich in Turn 4 im Kiesbett, nachdem ich dort zu viel gepusht hatte. Sorry an mein Team, das war klar mein Fehler! Im dritten Rennen musste ich also von ganz hinten starten und konnte mich am Ende eines Chaos-Rennens mit vielen Unfällen bis auf Rang fünf vorkämpfen - ein halbwegs versöhnliches Ende des sonst unglücklichen Wochenendes! Nun heißt es darauf aufzubauen und am Lausitzring alles zu geben!“

Erstes Auslands-Gastspiel für Schiller Motorsport in Zandvoort

Nach einem Jahr Pause kehrt das ADAC Formel Masters auf den niederländischen Dünenkurs zurück

Siegburg (FWA) – Nur zehn Tage nach ihrem ersten Aufeinandertreffen der Saison 2014 in der Motorsportarena Oschersleben machen sich die Piloten des ADAC Formel Masters schon wieder startklar für ihre nächsten Rennen. Auf dem Circuit Zandvoort, etwa 30 Kilometer westlich von Amsterdam, kämpfen die Teilnehmer erneut in drei Wertungsläufen um Punkte für den begehrten Titel in der populären Nachwuchsserie des größten europäischen Automobilclubs.

Das Siegburger Team Schiller Motorsport reist mit großen Erwartungen in die Niederlande, denn nach dem Erfolg von Fabian Schiller beim letzten Lauf durfte Teamchef Leonhard „Hardy“ Schiller bereits einen Siegerpokal mit nach Hause nehmen und dem sollen jetzt noch möglichst viele weitere Trophäen folgen.

Für die Schiller-Mannschaft ist der Auftritt in Zandvoort eine Premiere, denn zum ersten Mal seit dem Einstieg des ambitionierten Motorsportteams aus dem Rhein-Sieg-Kreis ins ADAC Formel Masters reist man zu dem traditionsreichen holländischen Grand Prix-Kurs, auf dem bis 1985 noch Formel 1-Rennen ausgetragen wurden. Der 16-jährige Förderpilot des ADAC Nordrhein Fabian Schiller und sein Teamkollege Nico Menzel aus Kelberg haben allerdings in der Vergangenheit bereits einen ersten Eindruck von dem 4,307 km langen und sehr anspruchsvollen Dünenkurs gewonnen, als sie genau wie der größte Teil des Starterfeldes dort Testfahrten absolviert haben.

Fabian Schiller (Startnummer 9; Deutsche Post Speed Academy): „Mein Ziel ist ganz klar ein Platz auf dem Podium. Um das zu erreichen, muss ich mich aber auf jeden Fall im Zeittraining verbessern. Die Rennen in Oschersleben haben ja gezeigt, wie schwer es ist, in den nur 25 Minuten dauernden Rennen aus dem Mittelfeld nach vorne zu kommen. In Zandvoort habe ich zum letzten Mal im Januar getestet. Das Wetter war zwar sonnig aber recht kalt, so dass wir jetzt am Wochenende erst mal schauen müssen, wie sich die Strecke verändert hat. Falls es aber regnen sollte, dann gelten sowieso wieder ganz andere Gesetze. Aber egal wie das Wetter wird – wir sind gut vorbereitet und unsere Auto sind schnell. Von daher ist für Nico und mich alles möglich!“

Nico Menzel (Startnummer 10; ADAC-Stiftung Sport): „Ich freue mich schon sehr auf Zandvoort, denn es ist etwas Spezielles dort zu fahren! Komponenten wie Sand, Wind, der raue Asphalt und die vergleichbar wenigen Auslaufzonen bilden ein tolles, anspruchsvolles Fahrerlebnis. Zudem ist es eine sehr flüssige und schnelle Strecke, die somit einen guten Rhythmus ermöglicht. Auch das Wetter kann sich an der Küste schlagartig ändern, was zusätzlich Spannung bringt und einem Rennfahrer alles abverlangt. Fabian, unser Team und ich werden dort sicher an die guten Tests anknüpfen können und ein gutes Ergebnis erzielen!“

Hardy Schiller (Teamchef): „Der Sieg von Fabian im letzten Rennen darf nicht darüber hinweg täuschen, dass wir in Oschersleben viele Punkte haben liegen lassen, weil wir kleinere Probleme hatten. Diese haben wir hoffentlich aussortiert und werden jetzt wieder voll angreifen. Zandvoort ist eine große Herausforderung für Team und Fahrer – aber der werden wir uns stellen und wollen auf jeden Fall das Ergebnis vom Saisonauftakt toppen!“

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