Sachsenring

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Drei schwierige Rennen für die Schiller-Piloten in Sachsen

Fabian Schiller und Nico Menzel sammelten weitere Punkte aber das erhoffte Podium blieb außer Reichweite

Siegburg / Hohenstein-Ernstthal (FWA) – Ein arbeitsreiches Rennwochenende erlebte das Siegburger Team Schiller Motorsport beim siebten Lauf des ADAC Formel Masters auf dem Sachsenring. Vor allem das wechselhafte Wetter und die sich ständig ändernden Streckenverhältnisse machten es erforderlich, die Dallara-Volkswagen von Fabian Schiller und Nico Menzel immer wieder umzubauen und das Fahrwerk der beiden Monoposti möglichst optimal an die jeweiligen Temperaturen sowie den teils trockenen und teils regennassen Asphalt anzupassen. Vor allem am Sonntag setzte ein heftiger Gewitterschauer den Kurs komplett unter Wasser, so dass die Teilnehmer nicht regulär starten konnten, sondern erst nach einigen Runden hinter dem Safetycar „fliegend“ ins Rennen gingen.

Fabian Schiller konnte zwar in allen drei Durchgängen auf der 3,645 km langen Berg-und-Tal-Bahn am Rande der Karl-May-Stadt Hohenstein-Ernstthal in die Punkteränge fahren, aber der erhoffte Podestplatz blieb leider außer Reichweite. So konnte der Förderpilot der Deutsche Post Speed Academy schließlich nur einen sechsten und zwei siebte Plätze mit nach Hause nehmen. Menzel, der von der ADAC-Stiftung Sport unterstützt wird, verbuchte mit Rang neun sein bestes Resultat auf dem Sachsenring, musste jedoch nach der Kollision mit einem Konkurrenten auch einen Ausfall hinnehmen.

In der Fahrerwertung hat Nico Menzel sein Punktekonto auf 26 Zähler erhöht. Damit liegt der 16-jährige Kelberger zwar nach wie vor auf Rang 13, jedoch trennen ihn nur noch fünf Punkte von Platz zwölf. Der Troisdorfer Fabian Schiller durfte sich weitere 18 Zähler gutschreiben lassen und rangiert mit jetzt 150 Punkten an der siebten Stelle in der Meisterschaft. In den drei letzten Rennen am 4. und 5. Oktober auf dem Hockenheimring können die Formel Masters-Piloten wieder maximal 65 Punkte erreichen. Schiller und Menzel werden auf dem badischen Grand Prix Kurs mit Sicherheit alles daran setzen, noch einmal mit guten Ergebnissen auf sich aufmerksam zu machen und für sich und ihr Team für einen versöhnlichen Saisonabschluss zu sorgen.

Fabian Schiller (Start-Nr. 9): „Leider verlief das Wochenende nicht wie erhofft. In der bisherigen Saison waren wir im Regen sehr stark und konnten uns immer nach vorne arbeiten. Diesmal fuhren wir zumeist nur hinterher. In der Einführungsrunde zum dritten Rennen hatte ich noch ein gutes Gefühl. Gleich am Start versuchte ich, den Führenden zu überholen. In langsamen Kurven und während des Bremsens funktionierte unser Auto sehr gut, aber sobald ich einlenkte, hatte ich großes Übersteuern und so war es schwierig zu fahren. Wir haben aktuell noch keine Erklärung dafür, da wir das gleiche Regensetup wie in den letzten Rennen fuhren.“

Nico Menzel (Start-Nr. 10): „In den ersten beiden Rennen war ich nicht aggressiv genug. Ich habe mich zu lange in Zweikämpfe verstricken lassen, anstatt die Chance zu nutzen, um weiter nach vorne zu fahren. Zudem hatte ich im zweiten Durchgang eine Kollision und musste vorzeitig aufgeben. Im dritten Lauf war der Regen so heftig, dass ich durch die Gischt der vorausfahrenden Fahrzeuge kaum etwas sehen konnte. Dennoch lag mein Auto perfekt und ich konnte von P14 bis auf Rang neun vorfahren. Da wäre mit Sicherheit noch einiges mehr drin gewesen. Leider fand fast das gesamte Rennen hinter dem Safetycar statt und in den wenigen verbleibenden Runden ist mir die Zeit ausgegangen, um noch weitere Positionen gut zu machen.“

Text und Fotos: F. Wagner / Schiller Motorsport - Abdruck honorarfrei

Für Schiller und Menzel geht’s auf dem Sachsenring rund

Beim Halbfinale im ADAC Formel Masters will das Team Schiller Motorsport wieder fleißig Punkte sammeln

Siegburg / Hohenstein-Ernstthal (FWA) – Das ADAC Formel Masters 2014 biegt auf die Zielgerade ein. Auf demSachsenring etwa 15 Kilometer westlich von Chemnitz werden am kommenden Wochenende die Rennen 19 bis 21 der populären Nachwuchsserie ausgetragen. Es sind die drei letzten Wertungsläufe vor dem großen Finale Anfang Oktober auf dem Grand Prix Kurs des Hockenheimrings. Der Sachsenring gehört zweifellos zu den anspruchsvollsten Rennstrecken im Kalender des ADAC Formel Masters. Der 3,671 km lange Kurs auf dem Gelände eines Verkehrssicherheitszentrums liegt unmittelbar am Ortsrand der Karl-May-Stadt Hohenstein-Ernstthal und zeichnet sich mit seinen 10 Links- und vier Rechtskurven vor allem durch sein wechselhaftes Layout aus, welches die Teams und Fahrer bei der Abstimmung ihrer Dallara-Monoposti vor eine große Herausforderung stellt.

Von Start und Ziel geht es zunächst mit einem Gefälle von bis zu 12,8 Prozent nach rechts hinunter in das „Omega“, den langsamsten Teil der Strecke. Anschließend fahren die Piloten durch eine Reihe von langgezogenen Linkskurven vorbei an der Rückseite des Fahrerlagers wieder hinauf auf die schnelle Gegengerade, deren leichter Linksknick zumindest auf trockenem Asphalt mit Vollgas genommen wird. Am Ende geht es dann noch einmal über eine Doppel-Linkskurve relativ steil bergauf zurück auf die Start- und Zielgerade. Wegen des sehr harmonisch in die Landschaft integrierten Verlaufs mit seinem Auf und Ab wird der sächsische Kurs auch die „kleine Nordschleife“ genannt.

Teamchef Leonhard „Hardy“ Schiller hat die Traditionsstrecke in guter Erinnerung. Im vergangenen Jahr holten seine Piloten hier in allen drei Läufen Punkte und man beendete das Rennwochenende mit einem Podiumsplatz im dritten Durchgang. Die gewonnenen Erfahrungen möchten Fabian Schiller (Troisdorf) und Nico Menzel (Kelberg) jetzt natürlich auch in der laufenden Saison wieder in zählbare Ergebnisse umsetzen. Während der 17-jährige Förderpilot der Deutsche Post Speed Academy bereits 2013 am Start war, erlebt Schillers 16-jähriger Teamkollege aus der Eifel am Wochenende seine Rennpremiere auf dem Sachsenring.

Los geht es bereits am Freitag Morgen um 10:50 Uhr, wenn die Piloten im freien Training zum ersten Mal die Strecke unter die Räder ihrer Dallara-Volkswagen nehmen. Nachmittags um 16:15 Uhr werden dann die Qualifying die Startplätze für die ersten beiden Rennen (Samstag um 10:50 Uhr und um 16:05 Uhr) herausgefahren. In das dritte und letzte Rennen am Sonntag um 16:00 Uhr starten die ersten acht Fahrer aus dem vorangegangenen Lauf reglementbedingt in umgekehrter Reihenfolge. Wer nicht selbst vor Ort ist, kann das Geschehen auf dem Sachsenring über die Homepage der Serie www.adac-formel-masters.de mittels „Live-Stream“ und „Live Timing“ aktuell mitverfolgen.

Fabian Schiller (Start-Nr. 9): „Ich kenne die Strecke schon recht gut, da ich hier im letzten Jahr bereits Rennen gefahren bin. Der Kurs gefällt mir wegen der vielen unterschiedlichen Abschnitte sehr gut. Der Sachsenring ist eine echte Fahrerstrecke, denn er bietet eine sehr interessante Mischung aus schnellen und langsamen Kurven, die teilweise blind angefahren werden müssen! Das Überholen ist nicht leicht, jedoch kann man, wenn man den entsprechenden Speed hat, auch am Sachsenring ganz gut überholen. Am besten geht das in Turn 1 sowie in den letzten beiden Kurven!“

Nico Menzel (Start-Nr. 10): „Ich habe zwar am Sachsenring noch nie ein Rennen gefahren, war aber zumindest schon einmal zum Testen dort, um die Strecke ein wenig kennenzulernen. Mit den vielen schnellen Kurven und dem hohen Vollgasanteil ist es ein Kurs, wo es am meisten darauf ankommt, vor allem in den Bergauf-Passagen den Speed mitzunehmen. Wir sind sowohl im Trockenen wie auch auf nassem Asphalt gefahren, was sehr gut war, denn so konnten wir für beide Pistenverhältnisse schon Referenzdaten sammeln, die uns am Rennwochenende zu Gute kommen sollten. Falls es regnet, muss man sehr genau auf die Track Limits achten, denn dort gibt es wenig bis gar keine Auslaufzonen. Es kommt direkt tiefer Kies, wo selbst der kleinste Fehler hart bestraft wird. Mein Ziel muss es sein, alles zu geben und so viele Punkte wie möglich mit nach Hause zu nehmen.“

Text und Fotos: F. Wagner / Schiller Motorsport - Abdruck honorarfrei

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