Red Bull Ring

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Drei Rennen in Spielberg - dreimal Punkte fürs Schiller-Team

Auf dem Red-Bull-Ring sahen am Wochenende rund 10.000 Zuschauer die Rennen des ADAC Formel Masters


Siegburg / Spielberg (FWA) – Es geht vorwärts! Mit diesem Fazit im Gepäck trat das Siegburger Team Schiller
Motorsport am Pfingst-Sonntag die Heimreise aus der österreichischen Steiermark an. In den ersten beiden
Wertungsläufen des ADAC Formel Masters auf dem 4,326 km langen Grand Prix-Kurs des Red-Bull-Rings überquerte
Fabian Schiller jeweils als Vierter den Zielstrich. Im dritten Rennen wurde der Förderkandidat der Deutsche Post
Speed Academy trotz einer unverschuldeten Kollision noch Achter. Nico Menzel aus Kelberg im zweiten Schiller-
Dallara erreichte die Plätze sieben, acht und elf. In der Teamwertung liegt die Schiller-Mannschaft auf Rang vier.

Das Gastspiel der ADAC-Nachwuchsserie galt als Generalprobe für die am 22. Juni stattfindende Rückkehr der
Formel 1-WM in die Alpenrepublik und die jungen Formel-Piloten wollten auf dem malerisch gelegenen Kurs in
Spielberg alles daran setzen, mit guten Ergebnissen auf sich aufmerksam zu machen.
Bei hochsommerlichen Temperaturen legte Fabian Schiller bereits im Zeittraining den Grundstein für seine spätere Punkteausbeute, als er sich zu den ersten beiden Läufen für die Startplätze vier und drei qualifizierte. In den Rennen musste das Mitglied des AMC Siegburg allerdings der recht rauen Gangart seinen Tribut zollen, denn gleich mehrere Kollisionen beschädigten sein Fahrzeug und ließen am Ende keine Top-Drei-Platzierung zu. Im letzten Durchgang wurde der 17-jährige Troisdorfer von der Strecke gedrängt, was seinem Konkurrenten zwar eine Strafe einbrachte, aber auch Schiller zeitweise bis auf Rang elf zurückwarf.

Nico Menzel, der bei der vierten Veranstaltung des ADAC Formel Masters endlich das Pech der vorangegangenen
Wochen abschütteln wollte, teilte sich seine Rennen klug ein und vermied all zu harte Rad-an-Rad-Duelle. Dafür
wurde er am Ende mit zwei Zielankünften in den Punkten belohnt. In den dritten Lauf durfte der 16-jährige Eifelaner sogar von der Pole Position starten, doch diesmal ließ er es etwas zu vorsichtig angehen und büßte einige Plätze ein.
In der zweiten Rennhälfte haderte Menzel mit nachlassendem Topspeed seines Dallara-Volkswagen, wurde in viele
Zweikämpfe verwickelt und fiel bis an die elfte Stelle zurück.

Auf Platz elf wird Nico Menzel zur Saisonhalbzeit auch in der Fahrerwertung geführt, nachdem der Förderpilot der
ADAC-Stiftung Sport in seinem Premierenjahr bis jetzt insgesamt 20 Punkte sammeln konnte. Fabian Schiller hat
bereits 79 Zähler auf seinem Konto und liegt nach 12 von 24 Rennen auf Platz sieben. Die Teams und Fahrer des
ADAC Formel Masters gehen jetzt in eine zweimonatige Sommerpause. Erst am zweiten August-Wochenende stehen
auf dem Slovakiaring bei Bratislava die nächsten Rennen im Terminkalender.

Fabian Schiller (Deutsche Post Speed Academy, Start-Nr. 9): „Insgesamt haben wir auf dem Red Bull Ring
deutliche Fortschritte gemacht und in allen drei Rennen Punkte geholt. In den Kurven lag mein Auto hervorragend,
nur auf der langen Geraden fehlte uns etwas Top-Speed. Am Samstag ist mir gleich in Kurve 2 ein Gegner voll in die
Seite gefahren, trotzdem konnte ich mich durchsetzen und meine Position erfolgreich verteidigen. Mit dem Rennen
am Sonntag Nachmittag bin ich allerdings nicht wirklich zufrieden. Nach wenigen Runden lang ich noch auf
Podestkurs, wurde dann aber in Runde 6 von der Strecke gedrängt. Bei dem Crash wurde meine Lenkung beschädigt
und ich bin nach hinten durchgereicht worden.“

Nico Menzel (ADAC-Stiftung Sport, Start-Nr. 10): „Das Wochenende begann im Zeittraining mit P11 für beide
Rennen sehr unglücklich. Nach der ersten schnellen Runde war ich noch Fünfter, allerdings konnte ich den zweiten Versuch nicht optimal nutzen. In Rennen 1 konnte ich mit einem guten Auto im extrem engen Feld auf Rang 7 vorfahren, ähnliches gelang mir im zweiten Lauf mit P8. Das hieß Pole für das dritte Rennen und die Möglichkeit, ein gutes Ergebnis einzufahren. Das gelang mir allerdings nicht, denn ich machte viel zu viele Fehler, hatte ein schlechtes Zweikampfverhalten und ließ mich von den Gegnern überrumpeln. Abgesehen vom letzten Rennen machten wir aber einen klaren Schritt nach vorne und wenn wir so weiterarbeiten, können wir hoffentlich die Fortschritte bald auch in besseren Ergebnissen festmachen!“

Text und Fotos: F. Wagner / Schiller Motorsport - Abdruck honorarfrei

Schiller Motorsport startet am Wochenende in der Steiermark

Zweites Auslandsgastspiel der Saison führt das Siegburger Team im ADAC Formel Masters nach Österreich

Siegburg / Spielberg (FWA) - Die vierte Rennveranstaltung des ADAC Formel Masters markiert am kommenden Wochenende die Halbzeit für die beliebte Nachwuchs-Formelserie des größten europäischen Automobilclubs. Nach den Rennen auf dem Eurospeedway Lausitz in Brandenburg reisen der Troisdorfer Fabian Schiller und sein Teamkollege Nico Menzel aus Kelberg diesmal nach Spielberg in die österreichische Steiermark, wo das ADAC Masters Weekend am 7. und 8. Juni quasi die Generalprobe für die zwei Wochen später stattfindende Rückkehr des Formel 1-Zirkus in die Alpenrepublik absolviert.

Der heute 4,326 km lange Grand Prix-Kurs nahe den Gemeinden Spielberg und Zeltweg tauchte bereits 1969 als Österreichring in den Rennkalendern auf und war später bis 2003 unter dem Namen A1-Ring international bekannt. Nach einer längeren Umbauphase erfolgte erst vor drei Jahren die Wiedereröffnung und seitdem zählt der Red-Bull-Ring zu den modernsten Rennstrecken Europas. Im vergangenen Jahr gelang dem Team Schiller Motorsport hier in seiner Premierensaison im Formel-Rennsport ein Doppelerfolg, als man mit dem Bonner Jason Kremer gleich zwei Mal den Sprung auf das Siegerpodest schaffte. Rookie Fabian Schiller holte im dritten Durchgang seine erste Pole Position und erreichte mit Platz fünf das bis dahin beste Saisonresultat.

Auch diesmal trägt das mit Piloten aus sechs Nationen außergewöhnlich international besetzte Teilnehmerfeld des ADAC Formel Masters wieder drei Wertungsläufe aus, welche am Samstag Nachmittag um 14:25 Uhr sowie am Sonntag um 9:55 Uhr und um 15:20 Uhr gestartet werden. Bereits vorher entscheidet im 30-minütigen Zeittraining die beste sowie die zweitbeste Rundenzeit jedes Fahrers über die Startaufstellung zu den ersten beiden Rennen. In den dritten und letzten Durchgang starten die ersten Acht aus dem vorangegangenen Lauf dann reglementbedingt in umgekehrter Reihenfolge. Wer nicht selbst vor Ort ist, kann das gesamte Geschehen über die Homepage der Serie www.adac-formel-masters.de auch bequem zu Hause mittels "Live-Stream" und "Live Timing" im Internet verfolgen.

Fabian Schiller (Deutsche Post Speed Academy, Start-Nr. 9): "Ich freue mich darauf, wieder auf dem Red-Bull-Ring zu fahren, denn im vergangenen Jahr bin ich dort sehr gut unterwegs gewesen. Wenn es uns gelingt, in den Trainingssitzungen ein gutes Setup für mein Auto herauszufahren, dann kann ich mit Sicherheit auch diesmal in den Rennen wieder weit nach vorne fahren. Mein Ziel ist es auf jeden Fall, möglichst viele Punkte zu holen und den Rückstand auf die Tabellenspitze zu verkürzen!"

Nico Menzel (ADAC-Stiftung Sport, Start-Nr. 10): "Im ersten Moment erscheint die Strecke auf dem Papier recht simpel, doch wenn man sie einmal gefahren ist, dann weiß man, dass sie alles andere als das ist! Dabei spielen die langen Geraden, vor allem das Bergauf-Stück nach Turn 1, eine große Rolle. Wenn der Ausgang nicht stimmt, weil man am Eingang zu hart gepusht hat, verliert man schnell eine halbe Sekunde. Zudem werden die Tracklimits am Wochenende wieder einmal eine große Rolle spielen, denn Kurven wie Turn 1 oder Turn 6 sind prädestiniert dafür, mit allen vier Rädern neben der Streckenbegrenzung zu fahren. Hier ist also Selbstdisziplin angesagt, denn sonst wird es jede Menge Strafen hageln! Ich freue mich auf das Wochenende, denn ich kenne die Strecke bereits aus letztem Jahr und bin dort in meinem ersten Formelrennen immerhin Dritter geworden - ein gutes Omen also!"

Leonhard "Hardy" Schiller (Teamchef): "Beide Fahrer sind extrem motiviert. Sie mögen die anspruchsvolle Strecke mit ihren Bergauf- und Bergab-Passagen und wollen am Wochenende zeigen, was sie können. Unser Team hat in den letzten Tagen sehr viel Zeit damit verbracht, die bei den Testfahrten gesammelten Daten zu analysieren und die Autos von Nico und Fabian optimal auf die drei Rennen in der Steiermark vorzubereiten. Jetzt müssen zählbare Ergebnisse her. Auf dem Red-Bull-Ring wollen wir auf jeden Fall um Podiumsplätze mitkämpfen."

Text und Fotos: F. Wagner / Schiller Motorsport - Abdruck honorarfrei

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