Oschersleben

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Sieg für Fabian Schiller beim Formel Masters-Saisonauftakt

In der Motorsportarena Oschersleben überquerte der 16-jährige Rennfahrer als Erster die Ziellinie.

Siegburg (FWA) – Erfolgreicher Abschluss eines schwierigen Motorsportwochenendes – nach zwei eher
durchwachsenen Rennen beim Saisonstart des ADAC Formel Masters in der Motorsportarena Oschersleben fuhr
Fabian Schiller im dritten Durchgang von der Pole Position aus zu einem souveränen Start-Ziel-Sieg. In den beiden
vorangegangenen Läufen hatte der Förderpilot der Deutsche Post Speed Academy die Plätze fünf und acht
erreicht. Nico Menzel, der zweite Fahrer des Siegburger Teams Schiller Motorsport, sah bei seiner Premiere in der
populären Nachwuchsserie des ADAC nur zwei Mal die schwarzweiß-karierte Flagge. Nach den Plätzen neun und
elf musste der junge Kelberger im dritten Durchgang mit Elektronikproblemen vorzeitig aufgeben.

Für das erste Aufeinandertreffen der Teams und Fahrer des ADAC Formel Masters auf dem 3,696 km langen Kurs
in der Magdeburger Börde hatten sich Hardy Schiller und seine Mannschaft eine Menge vorgenommen. Nach den
sehr vielversprechenden Tests einige Wochen zuvor an gleicher Stelle wollte man auch in den ersten drei
Wertungsläufen möglichst viele Punkte mit in den heimischen Rhein-Sieg-Kreis nehmen. Doch bereits in den
Trainingssitzungen klagten beide Fahrer über heftiges Übersteuern ihrer Dallara-Monoposti, welches es ihnen
unmöglich machte, die Rundenzeiten der Konkurrenz mitzugehen. Nach dem Zeittraining musste sich Fabian
Schiller zunächst mit der vierten und Nico Menzel mit der sechsten Startreihe zufrieden geben.

In den Pausen zwischen den Rennen gelang es den Mechanikern des Schiller-Teams, die Abstimmung der beiden
Fahrzeuge so an die geänderten Streckenverhältnisse anzupassen, dass sowohl Schiller Junior als auch Menzel
besser auf dem sehr anspruchsvollen Kurs zurecht kamen. So konnte Fabian in Lauf drei von der Pole Position aus
gleich zu Beginn den Verfolgern davonfahren und das Rennen nach Belieben kontrollieren. Nach 17 Runden
überquerte der gebürtige Bonner mit mehr als 1,5 Sekunden Vorsprung als Erster den Zielstrich. Auf das Team
kommt in den nächsten Tagen dennoch eine Menge Arbeit zu, denn bereits in zwei Wochen steht die nächste
Veranstaltung im Rennkalender. Vom 23. bis 25. Mai treffen die Piloten des ADAC Formel Masters im
niederländischen Zandvoort aufeinander, wo ebenfalls wieder in drei Wertungsläufen um Punkte und Pokale
gekämpft wird.

Fabian Schiller (Startnummer 9): „Auch wenn wir einen sehr schwierigen Start in das Rennwochenende hatten,
überwiegt am Ende natürlich die Freude über den Sieg. Unser Team hat die Autos von Session zu Session immer
weiter verbessert, so dass wir in Lauf drei absolut konkurrenzfähig waren. Zwar habe ich von der umgedrehten
Startreihenfolge profitiert, aber ich konnte mich an der Spitze gleich ein wenig absetzen und danach das Rennen
problemlos kontrollieren. Jetzt freue ich mich auf Zandvoort und hoffe, dass ich auch dort wieder weit nach vorne
fahren kann.“

Nico Menzel (Startnummer 10): „Obwohl dies mein allererster Start im ADAC Formel Masters war, bin ich mit dem
Ergebnis nicht zufrieden. Wegen des Gummiabriebs von den GT-Sportwagen waren die Streckenverhältnisse
komplett anders als bei den für mich recht positiven Testfahrten Anfang des Monats. Das war für mich neu und so
brauchte ich einige Zeit, um Vertrauen in das Auto zu gewinnen. Der Ausfall in Lauf drei kam für mich völlig
unerwartet. Ich bremste gerade die schnelle Dreifach-Linkskurve an, als plötzlich die Lichtmaschine ausfiel und ich
keinen Gang mehr einlegen konnte.“

Leonhard „Hardy“ Schiller (Teamchef): “Nach sehr guten Testfahrten mit beiden Fahrern in Oschersleben sind
wir mit großen Erwartungen zu dem Bördekurs zurückgekehrt, aber die stark veränderten Steckenbedingungen
haben es unseren Fahren nicht leicht gemacht. Wir konnten im Qualifying nicht alles zeigen und landeten deshalb
auf recht aussichtslosen Startplätzen. Von P8 und P11 ist es in den nur 25-minütigen Sprintrennen praktisch
unmöglich, noch ganz nach vorne zu kommen. Ein Sieg ist immer schön, aber mit dem Gesamtergebnis sind wir
nicht zufrieden.“

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