Nürburgring

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Fabian Schiller enttäuscht: „Hatten uns mehr vorgenommen“

Kollision verhinderte den möglichen Podestplatz – Nico Menzel holt bei seinem Heimrennen wichtige Punkte

Siegburg / Nürburg (FWA) – Zweimal Rang sechs und ein „Nuller“, so lautet die ernüchternde Bilanz von Fabian Schiller nach dem sechsten Veranstaltungswochenende des ADAC Formel Masters auf der 3,629 km langen Kurzanbindung des Nürburgrings. Bei wechselhaften Witterungsbedingungen schaffte es der 17-jährige Förderpilot der Deutsche Post Speed Academy in den drei Sprintrennen über je 25 Minuten nicht, seinen Rückstand auf die Tabellenspitze zu verkürzen. Nachdem der gebürtige Bonner am Samstag immerhin noch 16 Punkte auf seinem Konto verbuchen konnte, fuhr ihm im dritten Lauf am Sonntag bereits in der ersten Runde ein übermotivierter Konkurrent ins Auto und er musste seinen Dallara-Volkswagen am Streckenrand abstellen.

Mit großen Erwartungen war das Siegburger Team Schiller Motorsport zu seinem Heimspiel in die Eifel gereist. Auf dem nur etwa 70 Kilometer vom Teamsitz entfernt gelegenen Nürburgring wollte man an die guten Leistungen der vorangegangenen Rennen auf dem Slovakiaring anknüpfen und im Idealfall einen weiteren Sieg mit nach Hause nehmen. An der Spitze der Zeitenliste wurde Fabian Schiller jedoch nur im freien Training am Freitag notiert. Im Qualifying blieb die Stoppuhr für den Troisdorfer Nachwuchsrennfahrer bei 1:32,779 Minuten stehen, was Startplatz sechs bedeutete.

Für positive Stimmung im Team sorgte dagegen Nico Menzel aus Kelberg im zweiten Auto von Schiller Motorsport. Im Zeittraining blieb der Rookie lediglich 15 Hunderstel hinter der Bestzeit seines erfahrenen Teamkollegen zurück und verpasste in den beiden ersten Rennen jeweils nur ganz knapp den Sprung in die Top Ten. Im dritten Lauf zeigte der 16-jährige Eifelaner eine kämpferisch starke Leistung und ließ sich auch von einer Safetycar-Phase nicht aus der Ruhe bringen. Am Ende konnte der Schützling der ADAC-Stiftung Sport als Achter drei weitere wichtige Punkte sammeln und seine Position in der Fahrerwertung erfolgreich verteidigen.

Noch zwei Mal werden die Piloten des ADAC Formel Masters in dieser Saison aufeinandertreffen. Vom 19. bis 21. September geht es nach Hohenstein-Ernstthal bei Chemnitz an den Sachsenring, bevor am ersten Oktober-Wochenende das große Finale auf dem Grand Prix-Kurs des Hockenheimrings stattfindet. In den verbleibenden sechs Rennen werden noch maximal 130 Punkte vergeben, so dass auch Schiller und Menzel die Gelegenheit haben, ihre Positionen in der Meisterschaft weiter zu verbessern.

Fabian Schiller (Start-Nr. 9): „Leider lief das Wochenende nicht wie erhofft. Im Zeittraining waren wir zur falschen Zeit auf der Strecke und hatten somit keine freie Runde, als die Bedingungen am besten waren. Abgesehen davon hatte ich kleinere Probleme mit der Bremsperformance und war daher nicht so schnell wie im freien Training. Insgesamt hatten wir uns für unsere Heimrennen natürlich mehr vorgenommen - zumal das Wochenende richtig gut begann. Leider kämpften wir am Samstag etwas mit den niedrigen Temperaturen. Am Sonntag wäre mindestens ein Podiumsplatz drin gewesen, aber leider wurde ich schon in der ersten Runde unverschuldet aus dem Rennen gerissen. Unsere Geschwindigkeit war aber speziell im zweiten Rennen recht gut, weshalb ich optimistisch bleibe."

Nico Menzel (Start-Nr. 10): „Mein Qualifying-Ergebnis war nicht wirklich zufriedenstellend. Am Freitag Morgen lief es noch richtig gut und die Top-Drei waren in Reichweite. Im entscheidenden Moment haben wir es dann aber nicht optimal hinbekommen. Ich hatte Probleme mit der Balance. Am Sonntag erwischte ich einen sehr guten Start und habe schon in der Mercedes-Arena einen Platz gewonnen. Kurz nach Fabian’s Unfall kam es leider auch bei mir zur Berührung mit einem Konkurrenten. Dabei wurde mein Auto leicht beschädigt und so war am Ende mehr als Platz acht nicht mehr möglich. Allgemein fällt mein Fazit zum Wochenende etwas enttäuschend aus. Wir hatten uns bessere Ergebnisse erhofft und müssen nun die Gründe für die Probleme finden.“

Text und Fotos: F. Wagner / Schiller Motorsport - Abdruck honorarfrei

Vorfreude aufs Heimspiel bei Nico Menzel und Fabian Schiller

Die beiden Piloten des Siegburger Teams Schiller Motorsport treten am Wochenende auf dem Nürburgring an

Siegburg / Nürburg (FWA) – Etliche tausend Kilometer hat das Siegburger Team Schiller Motorsport in diesem Jahr bereits zurückgelegt, um mit seinen Piloten Nico Menzel und Fabian Schiller an den Rennen des ADAC Formel Masters 2014 teilzunehmen. Neben den Rennen in Oschersleben und am Lausitzring standen bisher auch drei Auslandsgastspiele im niederländischen Zandvoort, auf dem Red-Bull-Ring in Österreich und zuletzt auf dem Slovakiaring bei Bratislava im Kalender der Nachwuchsserie des größten europäischen Automobilclubs. Jetzt geht es für die Mannschaft um Leonhard „Hardy“ Schiller endlich zu einem Heimspiel, denn der Nürburgring ist nur etwa 70 Kilometer von den Werkshallen des Teams in der Kreisstadt entfernt.

Mit einem Sieg im Gepäck kehrte Fabian Schiller zuletzt nach Hause zurück. Nachdem der Förderpilot der Deutsche Post Speed Academy in der ersten Saisonhälfte einige schwierige Rennen erlebte, platzte am fünften Veranstaltungswochenende endlich der berühmte Knoten und der gebürtige Bonner durfte sich bereits zum dritten Mal ganz oben auf das Siegerpodest des ADAC Formel Masters stellen. Keine Frage, dass Schiller diesen Erfolg jetzt auch auf dem Grand Prix-Kurs in der Eifel wiederholen möchte. Neueinsteiger Nico Menzel aus Kelberg, der den zweiten Dallara-Volkswagen des Schiller-Teams pilotiert, wartet dagegen noch auf seine erste Podiumsplatzierung. Die Motivation des 16-jährigen Eifelaners ist dennoch ungebrochen und er wird mit Sicherheit alles daran setzen, vor den Augen seiner Fans und Partner mit guten Platzierungen auf sich aufmerksam zu machen.

In der Fahrerwertung konnte Menzel, der von der ADAC-Stiftung Sport unterstützt wird, bisher insgesamt 21 Punkte sammeln und liegt damit auf dem 13. Rang in der Fahrerwertung. Fabian Schiller hat sein Konto nach dem Sieg in der Slowakei auf 116 Zähler erhöht. Aktuell rangiert der Pilot des ADAC Nordrhein auf Rang sechs, hat aber unmittelbaren Anschluss an die vor ihm liegenden Konkurrenten. In der Teamwertung wird Schiller Motorsport weiterhin mit großem Abstand auf die Verfolger an der vierten Position notiert.

Im ADAC Formel Masters wird die sogenannte Kurzanbindung des Nürburgrings gefahren. Vier Links- und acht Rechtskurven addieren sich bei dieser Variante zu einer Streckenlänge von nur 3,629 km und sorgen so dafür, dass die Zuschauer auf den Tribünen die Fahrzeuge wesentlich öfter zu sehen bekommen. Die ersten beiden Rennen werden bereits am Samstag um 10:50 Uhr und um 16:40 Uhr gestartet, der dritte Wertungslauf findet am Sonntag um 13:35 Uhr statt. Wer nicht selbst vor Ort ist, kann das Geschehen auf dem Nürburgring über die Homepage der Serie www.adac-formel-masters.de mittels „Live-Stream“ und „Live Timing“ aktuell mitverfolgen.

Fabian Schiller (Start-Nr. 9): „Nach unserem tollen Erfolg auf dem Slovakiaring ist das gesamte Team total motiviert und wir wollen unbedingt unseren Aufwärtstrend fortsetzen. Am kommenden Wochenende werden eine ganze Reihe unserer Freunde und Sponsoren zum Nürburgring kommen. Denen wollen wir eine natürlich gute Show bieten und am liebsten nach den Rennen einen schönen großen Pokal präsentieren. Deshalb ist ganz klar ein Heimsieg mein erklärtes Ziel!“

Nico Menzel (Start-Nr. 10): „Ich wohne nur acht Kilometer von der Strecke entfernt, deshalb habe ich natürlich eine große Verbundenheit zum Nürburgring. Mein erster Test mit dem Formel ADAC war hier schon sehr speziell. Nachdem ich jahrelang immer nur zugeschaut habe, freue ich mich riesig darauf, nun selbst dort Rennen zu bestreiten. Mit seinen vielen mittelschnellen Kurven ist der Kurs eine echte Herausforderung für uns Fahrer. Es gibt einige gute Überholmöglichkeiten, etwa am Ende der Start-Ziel-Geraden, in der Mercedes-Arena oder vor der NGKSchikane. Ich bin jedenfalls top-motiviert und hoffe auf gute Ergebnisse.“

Text und Fotos: F. Wagner / Schiller Motorsport - Abdruck honorarfrei

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