Hockenheimring

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Versöhnliches Saisonende für das Team Schiller Motorsport

Jason Kremer wird Dritter im ADAC Formel Masters - Platz drei für die Siegburger auch in der Teamwertung

Siegburg / Hockenheim (FWA) – Für einen versöhnlichen Saisonabschluss des Siegburger Teams Schiller Motorsport sorgten Jason Kremer (Bonn-Beuel) und Fabian Schiller (Troisdorf-Eschmar) am vergangenen Wochenende in Hockenheim. Auf dem 4,574 km langen Grand Prix-Kurs belegte Kremer in den drei finalen Wertungsläufen des ADAC Formel Masters die Ränge sechs, vier und zwei. Fabian Schiller wurde im ersten Lauf Fünfter und überquerte damit ein weiteres Mal vor seinem wesentlich erfahreneren Teamkollegen den Zielstrich. Im zweiten Lauf wurde das Mitglied des AMC Siegburg nicht gewertet, das dritte Rennen beendete Schiller als Achter.

Bereits im Zeittraining am Freitag Nachmittag hatte der erst 16-jährige Schüler mit einer Rundenzeit von 1:46,006 aufhorchen lassen und mit Startplatz vier sein bisher bestes Qualifikationsresultat erzielt. "Ich freue mich sehr über dieses Ergebnis“, strahlte Schiller Junior hinterher. „Anfangs hatte ich etwas Probleme mit dem Verkehr, am Ende gelang mir aber noch eine sehr gute Runde. Ich hatte vorher im freien Training versucht, die optimale Linie für Kurve eins zu finden, wodurch ich manchmal zu weit von der Strecke abkam. Damit wusste ich im Qualifying auf meiner schnellsten Runde aber genau, wie ich die Kurve richtig angehen muss, um möglichst viel Geschwindigkeit mitzunehmen.“

Mit dieser Taktik wäre für den jungen Troisdorfer im zweiten Rennen sogar ein Podiumsplatz möglich gewesen, denn bereits nach wenigen Metern lag Fabian an der dritten Position. Doch auf dem Weg zum Vorstart war an dem Dallara-Volkswagen mit der Nummer 17 die Antriebswelle gebrochen und weil der notwendige Tausch nicht pünktlich bis zum Zeigen der Drei-Minuten-Tafel beendet war, bekam Schiller in der dritten Runde eine Durchfahrtsstrafe aufgebrummt, die ihn aussichtslos zurückwarf und letztendlich zur Aufgabe zwang.

Auch Jason Kremer hätte sich zu seinem Abschied aus dem ADAC Formel Masters ein noch besseres Ergebnis gewünscht, vergab aber die Chance auf den Vizetitel bereits im Qualifying, als er nur die Startplätze acht und neun herausfahren konnte. Erst in den Rennen zeigte der Förderpilot der ADAC-Stiftung Sport dann wieder seine ganze Klasse und kämpfte sich Position um Position nach vorne. In seinem allerletzten Rennen für die Nachwuchsschule des ADAC verpasste der Bonner nur denkbar knapp den Sieg. „Nach drei Jahren im Formel Masters ist es etwas enttäuschend, in der letzten Runde des finalen Rennens noch die Führung zu verlieren. Dennoch freue ich mich über Rang zwei. Mein Start war nahezu perfekt und ich konnte innerhalb von drei Kurven von Position fünf auf eins vorfahren. Danach führte ich beinahe das gesamte Rennen und versuchte rundenlang, mich gegen Nicolas Beer zu verteidigen. Aber irgendwann war er leider in der richtigen Position und ich konnte ihn nicht mehr halten. Ich betrachte dieses Rennen dennoch als guten Saisonabschluss.“

In der Gesamtwertung verteidigte der Sohn des ehemaligen Formel- und Sportwagenpiloten Frank Kremer mit 227 Zählern erfolgreich den dritten Rang hinter Rekordsieger Alessio Picariello aus Belgien (388 Punkte) und dem Rettenberger Maximilian Günther (240). Fabian Schiller beendete sein Premierenjahr im Formel-Rennsport mit 82 Zählern sowie Rang elf in der Tabelle. In der Teamwertung war dem Team Schiller Motorsport der dritte Tabellenrang schon vor dem letzten Rennen nicht mehr zu nehmen. Mit 373 Zählern hängte die Mannschaft um Teamchef Leonhard „Hardy“ Schiller dabei am Ende sogar das letztjährige Meisterteam um satte 53 Punkte ab.

„Wir sind als neue Mannschaft mit großen Erwartungen in unser erstes Jahr im ADAC Formel Masters gestartet und rückblickend wären bei dem einen oder anderen Rennen sicher noch ein paar bessere Platzierungen möglich gewesen. Aber unter dem Strich können wir trotzdem mit unserem Abschneiden zufrieden sein“, zog Teamchef Hardy Schiller am Abend eine erste Bilanz. „Jason hat uns mit seiner Erfahrung auf Anhieb weit nach vorne gebracht. Er ist immerhin acht Mal aufs Podium gefahren und hat nicht weniger als 20 der 24 Rennen in den Top Ten beendet. Fabian hat sein Lehrjahr mit Bravour gemeistert, in der Lausitz seinen ersten Sieg errungen und das Ziel, am Ende der Saison auf Jason’s Niveau zu fahren, voll erreicht. So kann es im nächsten Jahr weitergehen!“

Schiller Motorsport startet beim Formel Masters in Hockenheim

Jason Kremer hat den Vize-Titel im Visier - Fabian Schiller möchte den Sprung in die Top Ten schaffen

Siegburg / Hockenheim (FWA) – Am kommenden Wochenende geht für die Piloten des ADAC Formel Masters die Motorsportsaison 2013 zu Ende. Auf dem 4,574 km langen Grand Prix-Kurs des Hockenheimrings treten die mehr als 20 Teilnehmer aus sieben Nationen zum letzten Mal in diesem Jahr gegeneinander an und auch die beiden Fahrer des Siegburger Teams Schiller Motorsport wollen noch einmal alles geben, um sich in der Gesamtwertung weiter zu verbessern und mit einem möglichst guten Ergebnis in die verdiente Winterpause zu verabschieden.

So hat der Bonner Jason Kremer noch die Chance, Vize-Meister in der populären Nachwuchsserie des größten europäischen Automobilclubs zu werden. Zwar gelang dem 18-jährigen zuletzt auf dem Slovakiaring kein Sieg, doch mit einem dritten sowie zwei vierten Plätzen hat er gegenüber seinen direkten Konkurrenten dennoch ordentlich Boden gut gemacht. Aktuell rangiert der Förderpilot der ADAC-Stiftung Sport auf dem dritten Platz in der Fahrerwertung und nur noch 23 Zähler trennen ihn von dem unmittelbar vor ihm liegenden Maximilian Günther. Bei noch maximal 65 zu erreichenden Punkten bedeutet dies für Kremer allerdings, dass er möglichst in allen drei Wertungsläufen deutlich vor dem Rettenberger ins Ziel kommen muss.

Fabian Schiller hat es sich nach seinem Aufstieg aus dem Kartsport zum Ziel gesetzt, bereits im ersten Jahr im Formelrennsport den Sprung unter die besten Zehn des ADAC Formel Masters zu schaffen. Nach einer kurzen Lernphase überzeugte der 16-jährige Schüler aus Troisdorf-Eschmar bereits bei der zweiten Veranstaltung in Spa-Francorchamps mit Platz sieben und erreichte wenig später auf dem Red Bull Ring sogar einen fünften Rang. Anfang des Monats krönte das Mitglied des AMC Siegburg seine Premierensaison dann auf dem Eurospeedway Lausitz sensationell mit dem ersten Sieg. Aktuell liegt Schiller Junior auf Rang elf in der Fahrerwertung, sein Wunschziel ist also in greifbarer Nähe.

Bereits am Freitag Nachmittag um 15:10 Uhr entscheiden im Zeittraining die beiden schnellsten Runden jedes Fahrers über die Startplätze für Lauf eins und zwei, während sich die ersten Acht des zweiten Rennens für den dritten Durchgang reglementbedingt  in umgekehrter Reihenfolge aufstellen müssen. Die drei Rennen finden am Samstag um 14:15 Uhr sowie am Sonntag um 10:55 Uhr und 16:55 Uhr statt. Auf der Homepage der Serie www.adac-formel-masters.de kann man das Geschehen auf dem Hockenheimring mittels „Live-Stream“ und „Live Timing“ auch von zu Hause aus aktuell mitverfolgen.

Hardy Schiller (Teamchef): „Ich glaube, wir können schon jetzt mit unserer Leistung in diesem Jahr sehr zufrieden sein. Als Neueinsteiger in die Serie haben wir mit beiden Autos fast durchweg sehr gute Resultate erzielt, darunter zwei Siege und insgesamt acht Podiumsplatzierungen. Jetzt gilt es für Jason und Fabian, auch beim Finale noch einmal möglichst gut abzuschneiden, damit sie ihre Positionen in der Meisterschaft weiter verbessern können und wir unseren guten dritten Platz in der Teamwertung sicher nach Hause bringen.“

Jason Kremer (Start-Nr. 16): „Mit den insgesamt 34 Punkten vom Slovakiaring bin ich in der Tabelle auf Rang drei vorgerückt und habe mir gleichzeitig eine recht gute Ausgangsposition geschaffen, um noch den Vizetitel zu holen. Deshalb ist es jetzt extrem wichtig, dass ich im Qualifying gute Startplätze herausfahren kann. Gelingt mir das, dann ist beim Finale noch alles möglich. Ich werde jedenfalls bis zur letzten Runde kämpfen.“

Fabian Schiller (Start-Nr. 17): „Gerade im ADAC Formel Masters ist das Zeittraining entscheidend, denn wer in diesen 30 Minuten die schnellsten Runden fährt, steht gleich zwei Mal ganz vorne. Nur so hat man die Chance, sich aus allen Rangeleien herauszuhalten und das Tempo zu bestimmen. Der Hockenheimring ist ein toller Kurs mit einer einzigartigen Atmosphäre. Bei den Testfahrten haben wir hier schnelle Rundenzeiten hingelegt, deshalb hoffe ich, dass ich auch am Rennwochenende eine gute Leistung zeigen kann.“

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